Auch Hühner müssen geimpft werden...

Das wissen viele nicht: Neben der Anmeldung bei der Tierseuchenkasse muss man auch daran denken, seine Hühner vierteljährlich gegen die Newcastle-Desease zu impfen.


Bei mir war es wieder soweit und aus diesem Anlass dachte ich mir bringe ich gleich ein paar Infos hier. ;)


Die ND-Erkrankung ist sehr ansteckend für Geflügel und endet in den meisten Fällen tödlich für den gesamten Bestand. Und das war auch der Anlass, wieso der Gesetzgeber diese Krankheit als meldepflichtig eingestuft sowie eine verpflichtende Impfung für seinen Bestand angeordnet hat.


Der Impfstoff selbst kann sowohl via Spritze, als auch über das Trunkwasser verabreicht werden. Da ich dies über das Trinkwasser mache gehe ich in diesem Beitrag lediglich hierauf ein.

Wichtig ist, dass man das Vakzin durchgängig in der Kühlung hält, solange man es noch nicht braucht. Denn es handelt sich um einen Lebendimpfstoff, der nur so weiter wirksam gehalten werden kann.


Am Tag vor der Impfung nimmt man dann einfach das Trinkwasser aus dem Hühnergehege, sodass die Hühner am nächsten Morgen ordentlich Durst haben. Das macht auch für diesen kurzen Zeitraum in der Regel nichts mit den Hühnern und ist vollkommen ungefährlich.


Ist der Tag dann ran, nimmt man die Ampulle aus der Kühlung und löst zunächst vorsichtig mit etwas Wasser die Substanz im Glas auf. Immer mit Vorsicht natürlich...

Dann empfiehlt es sich dieses "Konzentrat" in einer größeren Wasserflasche zu verdünnen. Nicht nur, weil es sich so besser händeln lässt, sondern auch, da eine Ampulle für 1000 Tiere ausgelegt ist. Gerade Vereine teilen sich deshalb auch oft diese Mischung.


Das verdünnte Konzentrat gibt man nun ganz normal in den Trinkwasser-Behälter und gibt ihn seinen Hühnern zu trinken. Nachdem jeder einen Schluck genommen hat ist auch das Schlimmste schon geschafft.


Wichtig ist, dass man die Mischung innerhalb von 2h verabreicht, da die Impfung sonst ihre Wirkung verliert.


Nachdem jedes Huhn mal "genippt" hat, sollte man dann nach etwa einem halben Tag das übrige Wasser wieder gegen normales austauschen. Und das war es auch schon. Für ein weiteres Quartal hat man jetzt wieder Ruhe.


Von seinem Tierarzt sollte man sich auf jeden Fall einen Nachweis geben lassen, falls das Veterinäramt kontrollieren kommt.


Ich hoffe, dass ich einigen mit diesem Einblick helfen konnte. Weitere Infos zum näheren Verfahren finden Sie natürlich auch noch ausführlicher im Netz.




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